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FACHKRÄFTEMANGEL    KNOW-HOW/VERNETZUNG     RECHNET SICH ENGAGEMENT?     

 

 

         

Fachkräftemangel

Viele Firmen müssen Aufträge ablehnen, die sie mangels Personal nicht abarbeiten können. Mitarbeiter fehlen überall. Woher nehmen? Stehlen? Tatsächlich ist die Arbeit von Headhuntern längst nicht mehr auf das Management beschränkt. Auch Facharbeiter und Helfer werden gezielt abgeworben.

 

 

Grabungstiefe

Wenn Öl teurer wird, lohnt sich plötzlich Fracking. So ähnlich ist die Suche nach Arbeitskräften. Je knapper sie werden, desto tiefer muss man graben. Der aktuelle Stand der Grabungstiefe ist die Integration von Geflüchteten in die Arbeitswelt, wie man hört, mit schönen Erfolgen. Aber das reicht nicht. Man muss also noch tiefer graben. Wen findet man noch?

Die große Gruppe der Langzeitarbeitslosen hat dabei noch keiner richtig auf dem Plan. Das ist merkwürdig, denn hier findet sich alles, vom Hilfsarbeiter bis zur Akademikerin. Da wäre eigentlich für jeden Job jemand dabei. Es gibt Arbeitgeber, die diese Potenziale erkennen und fördern wollen. „Bei mir“, sagt allerdings ein Gebäudereiniger, „hat sich schon ewig kein Arbeitsloser mehr beworben.“ Wie kommt das?

 

Aufeinander zugehen

„Auf Ressourcen haben Sie Zugriff. Auf Potenziale nicht. Die müssten sich erstmal entfalten können.“ Das sagt der Neurobiologe Gerald Hüther. Deshalb, so der bekannte Hirnforscher, müssten Menschen aufeinander zugehen, dann sei Potenzialentfaltung sogar unvermeidbar. Oder konkreter: wenn man es richtig anstellt, klappt es auch mit dem Quereinsteiger. Und was raten wir nun dem Gebäudereiniger? Hüther nennt  ein Beispiel: „Wir müssen Stellenanzeigen so schreiben, dass sie verstanden werden. Und Bewerbungen und Menschen anders und besser lesen lernen.“

 

Wollen

Das funktioniert am besten in inhabergeführten kleinen und mittleren Unternehmen. Immer da, wo jemand etwas persönlich beschließt und dann auch durchzieht. Das gilt für die Digitalisierung des Betriebes genauso wie für soziales Engagement. Die großen Konzerne mit Stäben und Strategien tun sich damit schwer. Der Mittelstand ist beweglicher und wird auch bei der Integration von Arbeitslosen eine tragende Rolle spielen. Dummerweise hat der Mittelstand ziemlich viel zu tun. Kann man helfen? Man kann. Am besten klappt Hilfe zur Selbsthilfe.

 

 

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Haltung

Wir wollen Sie dazu einladen, gute Erfahrungen zu machen. Gute Unternehmenskultur gibt das her. Denn dass Teams sich öffnen, verlangt Unternehmen Haltung ab. Aufeinander zugehen ist ein Erfolgsrezept. Das ist nicht immer leicht, aber es lohnt sich. Ohne Entgegenkommen kein Abholen. Und es ist nicht kostenlos. Es müssen Raum und Zeit geschaffen werden für die Teams. Kulturwandel braucht Treiber. Wir sind optimistisch, denn wir sehen, welche positiven Beispiele mit welch unterschiedlichen Ansätzen in Berlin bereits von Unternehmerseite gelebt werden.  Personalpolitik mit Herz und Hingabe.

Wissen 

Vorab: Sie müssen das Rad nicht neu erfinden. Fragen Sie uns!

Die Erfahrung zeigt: Der ideale Mitarbeiter findet sich sowieso nicht. Wenn aber die Motivation passt, ist der Rest Einarbeitung. Angelernte sind Dranbleiber! Das ist gut gegen hohe Fluktuation. Wir nennen das „gelingende Arbeitsbedingungen“. Und setzen auf Wunsch nach der Arbeitsaufnahme die Beratung und Begleitung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern fort. In vielen Fällen können Fördergelder beantragt werden. Auch dabei sind wir gerne behilflich.

 

Der Weg vom Quereinsteiger zum Facharbeiter ist manchmal kürzer, als Sie denken. Wie geht verkürzte Nachqualifizierung von Mitarbeitern mit Erfahrung, wie unterstützte Ausbildung im Verbund mit einem Bildungsträger? Welche Fördergelder winken? Wir lassen Sie dabei nicht allein.

 

Können

Was sich Arbeitslose von ihren Arbeitgebern wünschen:

Machen Sie sich bewusst, dass manche Bewerber längere bis sehr lange Zeit nicht erwerbstätig waren oder mangelnde Erfahrungen mit beruflicher Belastung haben. Denn was nicht ist, kann ja noch werden.

Kleben Sie nicht an Zeugnissen und Zertifikaten.  Sehen Sie den einzelnen Men­schen mit seinen Erfahrungen und Interessen. Manche Bewerber tun sich schwer mit Bewerbungsunterlagen, haben aber ungeahnte und gute andere Qualitäten. Setzen Sie auf das persönliche Gespräch!

Nicht alle Stellensuchenden sind jung. Manche haben Einschränkungen oder sprachliche Unzulänglichkeiten. Einige haben kein Abitur. Andere dafür Doktortitel. Und wieder andere sind schüchtern.

Alles in allem: Sie sollten Ihre Mitarbeiter so annehmen und achten, wie sie sind. Aber wem sagen wir das!

  

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CSR – nachhaltig und integer zum Unternehmenserfolg?

Gesellschaft als Meta-Zielgruppe. Und glaubwürdige interne Kommunikation. Nachhaltigkeit und Integrität als relevante Skills. Das geht immer so weiter, oft ist es anstrengend. Kaum hatten wir aufgehört, das Altöl in den Gully zu gießen, waren die Leitbilder da. Und Websites, um sie zu verkünden. Kaum kannten wir Corporate Design, schon klopfte CSR an die Firmentür. Corporate Social Responsibility. Corporate Citizenship. Corporate Governance. Compliance. Fachkräftemangel und Employer Branding. Schon klar. Geld verdienen müssen wir auch. Mit dem Kunden, für die Kunden. Die Gesellschaft. Kohäsion. Verantwortung. Alles für Geld? Oder für ein gutes Gefühl? Und wann, bitteschön, ist ein gutes Gefühl im Aktionärsinteresse?

Campus: Wie rechnet sich Engagement?

Die Rettung des Regenwaldes setzen wir natürlich von der Steuer ab. War sonst noch was? IN MITTE FÜR MITTE bietet eine Plattform für den geschäftlichen Austausch von Erfahrungen und Anregungen. Wir rechnen nach, beleuchten Engagement aus der Sicht von Marketing, Controlling und Personalverantwortlichen. Was wird aus einem Euro, der in gesellschaftliches Engagement gesteckt wird? Umsatz? Treue Mitarbeiter? Hohn und Spott? Anerkennung? Hohn und Spott sind teuer. Was kostet Anerkennung?

Engagement bringt Beziehungskapital

Zum Beispiel Brunnenviertel: Hier hält die Wohnbaugesellschaft degewo 70% des Wohnraumbestandes. Vernetzt mit Senat und Quartiersmanagement und dem Anspruch, das Quartier aufzuwerten. Und zwar mit denselben Bewohnern. In elf kostenlosen Gewerbeeinheiten werden soziale Projekte unterstützt. Integriertes Stadtteilmanagement durch Bildung, Nachhilfe und Schulprojekte. Auch Sozial- und Mietschuldenberatung. Nicht alle Aktivitäten der degewo sind populär. Wenn der Hinterhof der Bebauungsverdichtung zum Opfer fällt, meckern die Leute. Aber ein Feind ist die degewo nicht. Beziehungskapital nennt das Prof. Dr. Peter Szyszka.  Der Kommunikationswissenschaftler wurde 2008 mit der goldenen Ehrennadel der Deutschen Public Relations Gesellschaft für sein Engagement im Wissenschafts-Praxistransfer ausgezeichnet. Geht’s auch ne Nummer kleiner? Na klar: Es werden zwei Eimer Farbe gebraucht und jemand, der einen Nagel einschlagen kann. Es gibt genug zu tun, da ist für jeden was dabei.

Kommen Sie mit!

Sie wollen sich stärker engagieren und sind auf der Suche nach einem Thema, das Ihren Neigungen und Möglichkeiten entspricht? Gut möglich, dass Sie nur vor die Türe treten müssen, um fündig zu werden. Wir kennen uns im Bezirk gut aus und wissen, wo und wie Sie sich mit Ihrem Unternehmen bürgerschaftlich und als gute Nachbarn einbringen könnten. Und mit wem sich der Erfahrungsaustausch lohnt. Helfen Sie uns?